Louis Baker hat lange Nächte durchgemacht, keine Party ausgelassen...dann hat er gemerkt, dass er das nicht ewig durchhält. Aus dieser Erkenntnis ist ein Song entstanden, und der hat seinem neuen Album den Namen gegeben: “Trouble”. (superfly.fm)
Louis kommt aus Wellington in Neuseeland und hat sich für die Platte in sein Homestudio in Titahi Bay verzogen, direkt am Meer. Zwei Jahre lang, alles selbst geschrieben, arrangiert und produziert, so allein hat er das vorher eigentlich noch nie gemacht. Zwischendurch hat er auch noch selbst renoviert ...Sägespäne hört man nicht, dafür die Siebziger. Curtis Mayfield, Al Green und Gil Scott-Heron nennt Baker als Vorbilder. Das Ganze klingt, als hätte man ein altes Band gefunden und es erstmal in der Sonne Neuseelands reifen lassen.
Hinter “Trouble“ stecken zwei bewegte Lebensjahre. Baker war mit Fat Freddy’s Drop auf Tour, musste sich von Freund*innen verabschieden und hat Gewohnheiten verändert, um im Endeffekt ein gesünderes Leben zu führen. In Interviews beschreibt er das Album passend als Momentaufnahme seines Lebens in den Dreißigern. Trauer, Zusammenhalt und die Frage, wie man eigentlich mit sich selbst umgeht, finden hier ihren Platz.
Früher sei er bei gemeinsamen Aufnahmen oft zu perfektionistisch gewesen, inzwischen vertraut er stärker seinem Gefühl. Das passt zu einer Platte, die bei aller Sorgfalt so angenehm entspannt klingt. Man hört gerne genauer hin und lässt sich genauso gerne einfach mitziehen. Louis Baker mit “Trouble“ deswegen unser Album der Woche.
Anspieltipps: