Mit "Under and Above the Clouds" legt uns Tramp Records einen Sampler auf den Plattenteller, der erst einmal irritiert - und dann begeistert. Yacht Rock aus Deutschland und Österreich? Ja, tatsächlich. Zwischen 1979 und 1991 wurde auch hierzulande und jenseits des Brenners geschmeidig gegroovt, mit Seeblick im Kopf und Studio-Perfektion im Blut. Ganz ohne Pazifik, dafür mit viel Gefühl für Melodie und Detail. Schluss mit Endless-Summer-Postkarten - willkommen im mitteleuropäischen Soft-Rock-Paralleluniversum. (superfly.fm)
Mit "Under and Above the Clouds" legt uns Tramp Records einen Sampler auf den Plattenteller, der erst einmal irritiert - und dann begeistert. Yacht Rock aus Deutschland und Österreich? Ja, tatsächlich. Zwischen 1979 und 1991 wurde auch hierzulande und jenseits des Brenners geschmeidig gegroovt, mit Seeblick im Kopf und Studio-Perfektion im Blut. Ganz ohne Pazifik, dafür mit viel Gefühl für Melodie und Detail. Schluss mit Endless-Summer-Postkarten - willkommen im mitteleuropäischen Soft-Rock-Paralleluniversum.
Yacht Rock steht normalerweise für West Coast, Hochglanzproduktion und butterweiche Harmonien. Dieser Sampler zeigt, wie diese Ästhetik in unseren Breiten interpretiert wurde: ein bisschen geerdeter, manchmal eigenwillig, aber immer charmant. Ein Paradebeispiel ist Reflection mit „Because“ - warmer Blue-Eyed-Soul, der an die Doobie Brothers erinnert, dabei aber angenehm analog und unaufgeregt bleibt.
Der Reiz dieser Compilation liegt genau hier: Under and Above the Clouds ist keine Hitparade, sondern eine Schatzkiste. Vergessene Tracks, regionale Szenen, musikalische Umwege – alles greift ineinander und erweitert den Begriff Yacht Rock um spannende Nuancen. Vieles klingt vertraut, kippt aber im richtigen Moment ab: funky Grooves, jazzige Details oder schlicht der Umstand, dass diese Musik dort entstanden ist, wo man sie am wenigsten erwartet hätte.
Under and Above the Clouds - Yacht Rock Grooves from Germany & Austria 1979–1991 ist auf Tramp Records erschienen – und ein überzeugender Beweis dafür, dass Smoothness keine geografischen Grenzen kennt.
Anspieltipps der Musikredaktion: