26 March 2026

Superfly Portraits | DJ Deep

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Wenn es um die Wurzeln von Housemusic und Techno in Europa geht, fällt ein Name immer wieder: Cyril Etienne des Rosaies, aka DJ Deep. Der Pariser gehört seit Jahrzehnten zu den prägenden Figuren der französischen aber auch der internationalen Szene. Ein früher Vermittler zwischen den USA und Europa. Und viele Jahre galt er als der beste House DJ. (superfly.fm)

Shownotes

Seine Reise beginnt in einer Zeit, in der House noch strikt underground war und sich die Szene in Frankreich gerade erst formierte. Damals gefördert von Elektroniklegende Laurent Garnier, spielte DJ Deep früh in legendären Pariser Clubs wie dem Boy oder dem Palace. Orte, an denen elektronische Musikgeschichte geschrieben wurde. Parallel dazu machte er sich im Radio einen Namen: Mit Shows auf Radio FG und später Radio Nova entwickelte er ein feines Gespür für musikalische Dramaturgie. Sein Ansatz: ein „Filter“ zu sein, jemand, der die Essenz aus House, Techno und darüber hinaus destilliert und für das Publikum neu erfahrbar macht. 

In den 90ern wurde DJ Deep zur festen Größe im Rex Club in Paris, etwa bei den ikonischen „Wake Up“- und „Legends“-Partys, wo internationale Größen wie Derrick May, Joe Claussel, oder Kerri Chandler regelmäßig zu Gast waren. Gleichzeitig trieb er seine Vision von authentischem House weiter voran. Sein Motto „true to its roots“.

DJ Deep gehört zu jenen Enthusiasten, die seinerzeit ihr Studioequipment verkauft haben um ein Label, Deeply Rooted, ins Leben zu rufen. Mit diesem schuf er später eine Plattform für genau diesen Sound: zeitlos, soulful und gleichzeitig zukunftsgerichtet. Ob als DJ, Produzent oder Kurator, DJ Deep bewegt sich mühelos zwischen House und Techno, zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Sein Sound erzählt Geschichten, seine Sets sind Reisen durch Jahrzehnte elektronischer Musik und dennoch immer im Hier und Jetzt verankert.

Morgen: Freitag gastiert DJ Deep im Rahmen der Veranstaltung Meier in der Praterstrasse. Eine seltene Gelegenheit, den Connaisseur nach 20 Jahren wieder in Wien zu sehen.