Lass die Schweinehunde heulen: Ein Aufruf, Hemmungen zu überwinden, soziale Zwänge abzulegen und im Moment zu leben. Genauso facettenreich wie der Song ist auch die Künstlerin Lisa Bassenge. 1974 in Berlin geboren, macht sie bereits seit über 30 Jahren Musik und hat sich schon durch verschiedenste Bereiche des Musikbusiness gekostet. (superfly.fm)
Obwohl sie musikalisch im Jazz verwurzelt ist, bewegt sich Lisa Bassenge mit großer Selbstverständlichkeit zwischen unterschiedlichen Stilen und Genres. So war sie etwa Frontfrau der Berliner Band Nylon, die deutschen Pop und Chanson mit elektronischen Sounds verband. Seit 1999 ist sie zudem Teil der Nu-Jazz-Formation Micatone, mit der sie bislang fünf Alben veröffentlicht hat.
Schon früh musste Lisa Bassenge auf eigenen Beinen stehen und machte in ihrer Jugend auch Erfahrungen mit harten Drogen. Heute beschreibt sie Musik und Gesang als ihre Lebensretter. Mittlerweile ist sie dreifache Mutter und gibt ihre Leidenschaft für Musik auch an ihre Töchter weiter. Ihre Familie ist eine wichtige Inspirationsquelle für ihre Texte – in manchen Songs reflektiert sie auch die Herausforderungen, mit denen ihre Kinder konfrontiert sind. Ihre Rolle als Mutter hat ihre musikalische Arbeit jedoch nicht nur inhaltlich geprägt. Gemeinsam mit Boris Meinhold, ebenfalls Mitglied von Micatone, widmete sie sich auch der Kindermusik. Unter dem Namen „Eule & Lerche“ komponierten die beiden Songs für eine Kinderliederreihe und nahmen schließlich ein ganzes Kinderalbum auf.
Die künstlerischen Facetten der Sängerin gehen jedoch weit darüber hinaus. Auch thematisch setzt Lisa Bassenge in ihren Songs unterschiedliche Schwerpunkte. So widmete sie etwa ein ganzes Album dem Feminismus: „Mothers“ enthält ausschließlich Coverversionen von Künstlerinnen und macht auf die nach wie vor männlich dominierte Struktur der Musikindustrie aufmerksam, in der Frauen oft nicht die gleiche Anerkennung erhalten.
Trotz solcher Vorurteile zu Beginn ihrer Karriere hat sich Lisa Bassenge in der Musikbranche längst etabliert. Insgesamt hat sie bisher 18 Alben veröffentlicht, auf denen sie sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch singt. Ihr aktuelles Album „Wildflowers“ ist das dritte einer Trio-Konstellation mit ihrem Partner Andreas Lang am Bass und dem Pianisten Jacob Karlzon. Für Lisa Bassenge ist Musik eine ganz besondere Kunstform. Sie bezeichnet sie als eine Sprache, die fast jeder versteht – und als Möglichkeit, Gemeinschaft entstehen zu lassen.
Wer Lisa Bassenge live erleben möchte, hat dazu bald Gelegenheit: Am 17. März spielt sie mit ihrem Trio im Rahmen eines Superfly Konzerts im Porgy & Bess in Wien.