Tiwayo ist keiner, der den schnellen Weg gesucht hat. Seine Musik klingt nach Staub auf der Straße, nach langen Nächten und nach einer Stimme, die schon einiges gesehen hat. Aufgewachsen nahe Paris, begann er früh als Straßenmusiker und spielte sich durch Clubs, Hinterhöfe und kleine Bühnen, immer mit Gitarre, immer nah am Publikum. Sein Künstlername bedeutet „The Young Old“ und trifft ziemlich genau, worum es bei ihm geht: jung im Antrieb, alt in der Seele. (superfly.fm)
2019 erschien sein Debütalbum "The Gypsy Soul of Tiwayo" und machte klar, dass hier jemand Soul, Blues, Folk und Reggae nicht zitiert, sondern lebt. Kein Retro-Gimmick, keine Kopie, sondern Songs, die nach Freiheit, Bewegung und ehrlicher Handschrift klingen. Seine Stimme trägt dabei das Gewicht klassischer Soul-Platten, bleibt aber offen genug, um im Hier und Jetzt anzukommen.
Mit Desert Dream schlug Tiwayo 2023 leisere, weitläufigere Töne an. Die Songs wirken wie Momentaufnahmen von unterwegs, inspiriert von amerikanischen Landschaften und dem Gefühl, nie ganz anzukommen und genau das zu genießen. Reduktion statt Bombast, Groove statt Pose.
Spätestens mit seinem kommenden Album Outsider ist klar, wie ernst es Tiwayo meint. Produziert zusammen mit Adrian Quesada von den Black Pumas und unterstützt von Musiker*innen wie Doyle Bramhall II oder Kendra Morris, öffnet sich sein Sound weiter Richtung modernen Soul, ohne seine Wurzeln zu verlieren.
Tiwayo steht für Musik, die Zeit braucht und sie sich auch nimmt. Für Songs, die nicht schreien, sondern bleiben. Und für einen Künstler, der lieber wächst, als sich neu zu erfinden.